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Kinderlosigkeit – Wenn Körper und Seele Nein sagen

Sie sehen ein kinderloses Pärchen die auf einer Bank auf einen Spielplatz schauen. Das Bild steht für die Rubrik Kinderlosigkeit.

Kinderlosigkeit kann viele Ursachen haben – sowohl biologische als auch psychologische. „Keiner liebt die Kinder um der Kinder willen, sondern weil man das Selbst liebt, liebt man die Kinder“, heißt es im Vedanta, einem der sechs klassischen Systeme der indischen Philosophie. Dieser weise Satz sollte als Ausgangspunkt jeder Überlegung dienen, ob man ein Kind nicht nur möchte, sondern wirklich aus tiefstem Herzen wünscht. Denn erst, wenn sich ein Paar bewusst mit seiner Motivation für ein Kind auseinandergesetzt hat, kann es die Verantwortung für neues Leben wirklich tragen.

Gerade bei ungewollter Kinderlosigkeit stehen Paare oft vor emotionalen Herausforderungen. Die Ursachen für Unfruchtbarkeit oder Sterilität können vielfältig sein – von hormonellen Ungleichgewichten bis hin zu unbewussten Blockaden. Es ist bemerkenswert, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der eine Fahrerlaubnis nur nach Schulung und Prüfung erteilt wird, während Eltern werden scheinbar „einfach so“ geschieht. Dabei erfordert die Liebe zu einem Kind sowie seine achtsame Begleitung eine weitaus größere und verantwortungsvollere Hingabe als das Führen eines Fahrzeugs. Wer sich mit Infertilität auseinandersetzt, sollte daher nicht nur medizinische, sondern auch seelische und naturheilkundliche Ansätze in Betracht ziehen. Eine bewusste Reflexion der eigenen Lebensweise, emotionale Heilung und alternative Methoden können helfen, die Situation besser zu verstehen und mögliche neue Wege zu entdecken.

Warum wünschen sich Paare, vor allem Frauen, ein Kind? Weil die Eltern oder Schwiegereltern es erwarten, die Kolleginnen Mutter werden, weil man sonst das Gefühl hat, etwas zu verpassen, oder gar, um in seinen Kindern „weiter zu leben“? Wer aus diesen Gründen Nachwuchs bekommt, für den kann das Kind später manchmal mehr zur Belastung als zur Erfüllung werden. Die Lieblosigkeit, mit der manche Eltern ihre Kinder behandeln, spricht eine deutliche Sprache. Und die Dramen zu leugnen, die sich in vielen Familien abspielen, in denen Kinder nur noch eine „Last“ sind, wäre schlichtweg Realitätsverdrängung.

Paare, die (noch) keine Kinder haben, neigen oft dazu, das Leben mit Kindern zu idealisieren und mit romantischen Vorstellungen aufzuladen. Doch: Kinder können ein Paar zwar sehr glücklich machen – aber auch sehr unglücklich … Davor sollte man nicht die Augen verschließen, sondern es sehr realistisch sehen.

Nur die tiefe Liebe zwischen einem Mann und einer Frau, ihre tragfeste und stabile Beziehung zueinander, kann Basis für einen echten Kinderwunsch sein. Doch gehört es wahrscheinlich zu den Schattenseiten des menschlichen Lebenslaufes, dass zu einer derart gereiften Beziehung oft (wenn auch nicht immer) ein etwas höheres Lebensalter gehört. Die Biologie aber – vor allem die weibliche – macht das Kinderbekommen in jungen Jahren erforderlich, wenn ein Mann und eine Frau sich selbst und als Paar oft noch nicht wirklich innerlich „begegnet“ sind und nicht selten ihr Tun von den Erwartungen der Anderen bestimmen lassen. Kinderlosigkeit kann ein hartes Schicksal sein. Aber im späteren Leben erkennen zu müssen, dass man die Mutter oder den Vater seines Kindes viel zu unbewusst geheiratet und lieber mit einem anderen Partner eine Familie gegründet hätte, ist auch kein leichtes Schicksal – vor allem, wenn man später einem Menschen begegnet, der sich für einen selbst als wirklicher Seelengefährte herausstellt.

Ist Mutterschaft wirklich meine tiefste Sehnsucht? ungewollte Kinderlosigkeit

Dazu gesellt sich ein weiterer Aspekt. Frausein bedeutet nicht automatisch Mutter werden wollen. Es gehört zu den großen Verdiensten des psychosomatischen Arztes Dr. Ruediger Dahlke, die Unterschiede zwischen den weiblichen Archetypen herausgearbeitet zu haben, die er nach den griechischen Göttinnen Artemis, Athene, Hera, Demeter etc. bezeichnet (siehe: „Frauen-Heil-Kunde. Bedeutung und Chancen weiblicher Krankheitsbilder“, Bertelsmann Verlag). Während für den weiblichen Archetyp Demeter das Mutterwerden den Inbegriff der Erfüllung darstellt, kann Pallas Athene mit Kindern nicht viel anfangen. Athene ist vielmehr die kluge und kühl überlegende Strategin, in der Männliches und Weibliches gleich stark leben. Sie braucht keinen männlichen Gefährten, um ihren Animus zu spiegeln, sondern lebt keusch, was sich im Übrigen von lateinischen conscius – bewusst ableitet. Auch wenn Athene zeitweise männlich wirkt und handelt, ist ihre Weisheit und Klugheit eine zutiefst weibliche, weil immer am Praktischen und vor allem am Menschen orientiert. Der weibliche Archetyp Athene zielt nicht auf Wissen, sondern auf Weisheit, die den Aspekt der Erfahrung mitberücksichtigt. Sie denkt auf männliche Weise weiblich: für das Leben und für die Menschen. Athene-Frauen führen umsichtig große Unternehmen, arbeiten als Wissenschaftlerinnen oder sind als Kanzlerin und Ministerin in der Politik engagiert. Wenn sie sich jeden Tag um Kinder kümmern müssten, wären sie vielleicht genervt und unglücklich, weil ein großer Teil ihrer besten Qualitäten brachliegt. Es hat keinen Sinn, wenn Menschen etwas tun sollen, das ihnen weder liegt noch Freude macht. Ein großer Vorzug des 21. Jahrhunderts liegt doch in der Fülle an Lebensmodellen, die es uns anbietet. Es kommt schließlich nicht darauf an, Normen zu erfüllen, sondern ein freier und authentischer Mensch zu sein, der seine individuellen Begabungen optimal zum Wohl der Gesellschaft entfalten kann. Manche Frauen gebären lieber mit dem Kopf als mit dem Bauch. Sie sind echte „Kultur-Kreative“ und spüren sehr genau, dass sie einerseits der Doppelbelastung von Beruf und Familie nicht gewachsen wären, andererseits das alleinige Muttersein sie geistig nicht genug ausfüllt. Sie suchen sich andere Wege, um fruchtbar zu sein – und das ist auch gut so.

Es kann ein großes Glück sein, Kinder zu haben. Und es kann ein großes Glück sein, kinderfrei zu sein. Es kommt eben immer auf den individuellen Menschen an.

Kinderlosigkeit – Gewissenhaft die eigene Motivation des Kinderwunsches hinterfragen

Bevor ein Paar sich zu einer Kinderwunschtherapie entschließt, sollten sie sich als erstes die Frage stellen: „Warum wünschen wir uns ein Kind?“ Ärzte, Heilpraktiker und Psychotherapeuten, denen es gelingt, Frauen, bzw. Paare an ihre tieferen Motivationen zu bringen, führen ihre Patienten „zu sich selbst“. Auch das ist Heilung, vielleicht gerade das. Denn das Beste, was einer kinderlosen Beziehung passieren kann, ist eben manchmal nicht – ein Kind. Sondern eine bewusste Auseinandersetzung mit Pseudo-Motiven und der noch oder nicht mehr vorhandenen Liebe innerhalb der Paarbeziehung. Es gibt Partner, die sich wegen ihrer Kinderlosigkeit getrennt haben, sich beide neu verliebten und in der neuen Beziehung sofort zu glücklichen Eltern wurden. Und es gibt Frauen, die sich selbst als kinderfrei (und nicht als kinderlos – was ein Unterschied ist) bezeichnen und durch und durch glückliche Frauen sind – seelisch mehr erfüllt als manche Mutter.

Zu einer ganzheitlichen Kinderwunschtherapie gehört es eben auch, für diese Zusammenhänge sensibel zu werden und die davon ausgelösten inneren und äußeren Entwicklungswege auch wirklich zu gehen.

Praktische Tipps zur Selbstbehandlung:

Heilmittel aus der Naturheilkunde zur Verbesserung der Empfängnisfähigkeit

Kinderlose Paare wenden sich in ihrer Not oft an die Reproduktionsmedizin. Es gibt wohl wenige Begriffe, die so viel Kälte ausstrahlen, wie das Wort Reproduktion im Zusammenhang mit dem technischen Herstellen von Kindern. Wenn man schon bei einem ansonsten organisch gesunden Paar „nachhelfen“ will, sind naturheilkundliche Präparate allein deshalb die humaneren Mittel, weil sie nichts erzwingen, was nicht sein soll. Wenn einer Schwangerschaft lediglich einige kleinere Blockaden im Wege stehen, die durch eine innere Auseinandersetzung und eine äußere Verbesserung der Stoffwechsellage zu beheben sind, wird sich nach der Gabe von Heilmitteln der Naturmedizin über kurz oder lang Nachwuchs anmelden. Naturheilkundliche Gynäkologika „erzwingen“ nichts. Zumindest nicht in vergleichbarer Weise wie die Reproduktionsmedizin. Statt dass sich Paare ihrer Kinderlosigkeit stellen, sich infrage stellen und von dem Thema herausfordern lassen, werden Frauen, drastisch gesagt, „zwangsfertilisiert“ – aber mit welchen Folgen? Paare, die sich vielleicht besser getrennt oder sich eine andere gemeinsame Aufgabe gesucht hätten, sind durch ein Kind aneinander gebunden – oder sollte man sagen: gefesselt? Nach neueren Zahlen haben sich in den letzten Jahren mehr als eine halbe Million Paare einer reproduktionsmedizinischen Behandlung unterzogen. In Deutschland leben mittlerweile mehr Kinder, die durch künstliche Befruchtung entstanden sind, als manche Großstadt Einwohner zählt. Welchen Einfluss wird diese Entwicklung auf das emotionale Leben einer Kultur besitzen? Welches Psychogramm wird eine Gesellschaft in dreißig oder sechzig Jahren entwickeln, in der Millionen Menschen leben, die auf natürliche Weise niemals zur Welt gekommen wären? Natürlich kann man das ganze Thema oberflächlich betrachten und auf die glücklichen Mütter verweisen, die dank In-Vitro-Fertilisation schwanger wurden. Aber ob sich die Natur auf Dauer betrügen lässt?

Mit Reproduktionsmedizin lässt sich viel Geld verdienen. Wirtschaftlich gesehen „lohnt es sich“, sie schönzureden. Über die seelischen und körperlichen Auswirkungen auf Kinder, Mütter und Paare redet man nicht. Sie sind nicht werbewirksam und überdies schwer nachweisbar.

Mit Komplexhomöopathie die Fruchtbarkeit anregen

Dass es auch anders geht, zeigen die stillen und leisen Erfolge vieler „reproduktionsmedizinischer“ Heilpraktikerpraxen. Erfolgreich ist hier vor allem der Einsatz der sog. Komplexhomöopathie, vor allem wenn sie die drei Einzelhomöopathika Schöllkraut (Chelidonium), Mariendistel (Silybum marianum) und Mönchspfeffer (Agnus castus) enthält. Gibt man diese drei Mittel gemeinsam in einem Präparat, verbessern sie die Stoffwechselfunktion über eine Anregung der Lebertätigkeit und regen zusätzlich die Tätigkeit der Geschlechtsdrüsen an.

Man mag sich fragen, weshalb eine intensive Lebertherapie in der Sterilitätsbehandlung eine solch große Bedeutung einnimmt. Die Antwort ist einfach: Die Leber ist für die Regulation des Hormonhaushaltes zuständig. Ist die Leberfunktion durch Fehlernährung, Rauchen, reichlichen Alkohol- und Kaffeekonsum, langjährige Einnahme der „Pille“ und anderes belastet, können die natürlichen Hormonzyklen oft nicht mehr regelgerecht ablaufen. Typische Folgen bei der Frau sind eine verzögerte Follikelreifung, ein später oder ausbleibender Eisprung bzw. eine ungenügende Gelbkörperbildung. Beim Mann verschlechtern sich Qualität und Quantität der Spermien. Bei Paaren, die sich ein Kind wünschen, sollten beide, also der Mann und die Frau, ein Komplexhomöopathikum mit Schöllkraut, Mariendistel und Mönchspfeffer einnehmen. Das verbessert die Voraussetzungen für eine Empfängnis bei der Frau ganz erheblich, bei Männern verbessern sich Spermienbildung und Spermienqualität. Wichtig ist jedoch die ausreichende Dosierung: Für das Herbeiführen einer Schwangerschaft sollte man 3 x täglich 30 – 50 Tropfen einnehmen, mehrmals im Jahr über mehrere Wochen kurmässig wiederholt.

Ernährung und Nahrungsergänzungen für die Optimierung der Fruchtbarkeit

Natürlich ist eine Umstellung auf basenbildende Bio-Vollwertkost die Basis jeder Kinderwunschtherapie. Schon junge Erwachsene sind heute im wahrsten Sinne des Wortes „ausgelaugt“. Das gilt für Frauen, die jahrelang die Pille genommen haben, ganz besonders.

Östrogene und Gestagene, die zentralen Bestandteile der Pille, beschleunigen den Verbrauch zahlreicher Vitamine und Mineralstoffe rasant. In der Folge kommt es zu nicht unerheblichen Mangelzuständen im Bereich von Enzymen und Spurenelementen. Eine langjährige Pilleneinnahme kann dazu führen, dass nach dem Absetzen des Präparats die Empfängnisfähigkeit der Frau stark beeinträchtigt ist. Frauen, die schwanger werden wollen, sollten sich biologisch-vollwertig ernähren, Süßigkeiten und Kaffee deutlich reduzieren und sich viele Multivitaminsäfte gönnen. Eine Substitution ausgewählter Vitamine nach dem Absetzen der Pille, gegebenenfalls auch mit entsprechenden Nahrungsergänzungspräparaten, erleichtert die Empfängnis und versorgt bei erfolgter Schwangerschaft den mütterlichen Organismus und den Embryo mit den wichtigsten Vitaminen und Mineralstoffen. Bei Frauen, deren Organismus durch jahrelange Fehlernährung übersäuert ist, empfiehlt sich zusätzlich die mehrwöchige Einnahme eines Basenpulvers auf Citratbasis kombiniert mit einer kurmäßig wiederholten mehrwöchigen Brennnesseltherapie zum Entsäuern – entweder täglich ein bis zwei Tassen Brennnesseltee oder alternativ morgens und mittags 5 – 10 Tropfen einer Brennnessel-Urtinktur, kombiniert mit jeweils einem großen Glas Wasser.

Die Verbesserung der Stoffwechselsituation, der Leberfunktion, der hormonellen Regelkreise und der Geschlechtsdrüsen durch Komplexhomöopathie, kombiniert mit Ernährungsumstellung, Entsäuerung und ausgewählten Nahrungsergänzungen führt oftmals auch nach Jahren doch noch die ersehnte Schwangerschaft herbei – still, sanft und einfach so …

©  Margret Rupprecht

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